Berliner Mauer

Berlin war 1945, nach dem Zweiten Weltkrieg, in vier Besatzungszonen eingeteilt worden. 1949 entstand aus den drei westlichen Zonen (Amerika, Frankreich und England) die Bundesrepublik Deutschland. In der sowjetischen Zone wurde die DDR gegründet. Den DDR-Bürgern wurde die Reise in die Westzone zunehmend erschwert. Immer mehr Menschen flüchteten darum aus dem sowjetischen Machtbereich. Knapp 3,5 Millionen Menschen flohen zwischen 1945-1961.

Deshalb ließ die Sowjetunion 1961 die “Berliner Mauer” errichten. Am 17./18.August 1961 begann der Bau. Der Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht hatte dies im Juni 1961 zuvor noch dementiert. Insgesamt betrug die innerdeutsche Grenze damals 1378 Kilometer. Die Sperrmauer in Richtung West-Berlin hatte eine Höhe von 3,60 Metern. Die Sicherheitsanlagen waren nach einem perfiden und menschenverachtendem System ersonnen worden. Hinter der eigentlichen Mauer befand sich ein Kontrollstreifen sowie ein Metallgitterzaun. Beleuchtungsanlagen, KFZ-Gräben und Beobachtungstürme machten eine Flucht nahezu unmöglich. Der “Kontaktzaun” gab bei Berührung sofort Alarm.

Außerdem hatten die Grenzsoldaten einen Schießbefehl. Sie durften nach der Aufforderung:”Stehenbleiben!” sofort das Feuer eröffnen. 136 Tote an der Berliner Mauer sind insgesamt zu beklagen. An der gesamten innerdeutschen Grenze geht man heute ungefähr von 1000 Toten aus. In der Zeit von 1961-1989 schwächelte die DDR wirtschaftlich immer mehr. Auch das menschenverachtende System wurde zunehmend kritisiert. Im eigenen Land kam es immer wieder zu Unruhen und Protestbewegungen. Im Angesicht der Berliner Mauer sprachen sich Politiker wie J.F. Kennedy, Willy Brandt und Ronald Reagan für Frieden und den Abriss der Mauer aus.

Am 09.11.1989 war es endlich soweit. Nach über 28 Jahren fiel die Berliner Mauer. Gedenkstätten gibt es vor allem in der Bernauer Straße. Hier befindet sich der größte noch erhaltene Teil des einstigen Bollwerkes. Auch am Reichstagsgebäude erinnern die “Weißen Kreuze” an die Opfer der Gewaltherrschaft. Zwischen 300.000 und 500.000 Besucher besuchen jedes Jahr die Gedenkstätten der Berliner Mauer. Drei Teilstücke des Bauwerks sind noch zu besichtigen. Auch hat man einige Wachtürme als sogenannte “Denkmäler” erhalten. Heute, 23 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer, erscheint es fast unvorstellbar dass ein Regime seine eigenen Bürger einfach “wegsperren” und “einmauern” wollte. Die Berliner Mauer ist jedoch auch ein Symbol für die Überwindung von Grenzen und Hass.

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