Der Ventilator - Tischpropeller für Kühlungszwecke
Die Bezeichnung Ventilator leitet sich vom lateinischen Begriff: ventulus ab, was im eigentlichen Sinne “laues Lüftchen” oder “leichte Brise” bedeutet. Eine Bezeichnung die für die heutigen Ventilatoren und Gebläse eigentlich ein wenig irreführend ist. Moderne Lüfter erzeugen solche Druckverhältnisse das einem - im wahrsten Sinne des Wortes - die Haare zu Berge stehen.
Ventilatoren gehören zu den Strömungsmaschinen. Dabei unterscheidet der Verdichtungsgrad hinter dem Propeller über die Bezeichnung Ventilator oder Gebläse. Zu einem Ventilator gehört immer ein aerodynamisches wirksames Gehäuse und ein rotierender Propeller, auch Laufrad genannt.
Zweck und Funktion eines Ventilator ist die Förderung und Verdichtung eines gasförmigen Mediums (z. B. Luft). So werden Axialventilatoren im Computer zu Kühlung der CPU´s verwendet und der Radialventilator im Turbomotor sorgt für eine zusätzliche Verdichtung der Verbrennungsluft. Beide sorgen für zusätzliche Leistungen, die ansonsten nicht möglich wären.
Wie bereits erwähnt, entscheidet das Druckverhältnis (Verdichtungsgrad) zwischen Ansaugseite und Druckseite über die genaue Bezeichnung als Ventilator oder Gebläse.
Liegt das Druckverhältnis zwischen 1 und 1,1 dann spricht man von einem Ventilator. Liegt das Verhältnis über 1,1 bis 3 dann verwendet man den Begriff Gebläse. Für Beide wiederum ist aber auch die Bezeichnung Lüfter zulässig und technisch gesehen sind das alles Verdichter.
Und wo wir nun schon mal bei der kleinen aerodynamischen Begriffskunde angelangt sind, die in Bau- und Elektronikmärkten angebotenen Ventilatoren, sind fachlich gesehen keine Ventilatoren. Aufgrund des fehlenden aerodynamisch wirksamen Gehäuses müsste man technisch gesehen von einem Propeller reden. Einem Tisch- oder Standpropeller zu Kühlungszwecken eben.
Geschrieben von Bobo - Website besuchen



















